Die Evergreens der Ziele
Wie du Dauerläufer-Ziele erkennst und warum sie vermieden werden sollten

Um dein Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu bringen, bedarf es nicht nur einer klaren Zieldefinition sondern auch einer gemeinsamen Vorstellung, wo ihr hinwollt. Gerade bei wachsenden Unternehmen in dynamischen Markumfeldern ist das aber mit Schwierigkeiten verbunden. 

Dauerläufer - also Evergreen-Ziele sind immer gut. Wenn du dich an die Zielsetzung machst, fühlen sich diese Ziele erst einmal richtig gut an. Das Problem: Da sie immer gültig sind, können sie weder richtig definiert noch konkret messbar gemacht werden. 

Versuchen wir es einmal aufzulösen.

Indizien für Dauerläufer können zum Beispiel sein:

  • Ihr habt euch große Ziele in der Zukunft gesteckt

  • Die Treiber sind Planungszahlen (z. B. Umsätze) in der Zukunft 

  • Es geht eine Erwartungshaltung damit einher, dass "irgendwas" getan werden muss

  • Eigentlich sind sie nicht erreichbar

Woran erkenne ich dann diese Evergreens? 

Kurz und knapp: Sie sind nicht klar formuliert und auch nicht konkret messbar gemacht. 

Typische Beispiele sind:

  • "Wir arbeiten an einer ständigen Kundengewinnung" - klingt gut, oder?

  •  "Wir betreiben aktive Risikominimierung" - auch prima, oder?

Und genau das ist die Falle: sie fühlen sich erst einmal gut an! Sie können durch eine mangelnde Messbarkeit aber nicht zu einer zielgerichteten Unternehmenssteuerung beitragen und sind definitiv nicht motivierend. 

Wie mache ich es besser?

Auch Evergreens können zu zielführenden Zielen gemacht werden. Dafür braucht es einige wenige Ideen, die aus den nicht erreichbaren, immer guten Zielen konkrete Ziele formuliert werden können. 

Zwar braucht es einen Mantel, größere Ziele z. B. auf mittel- und langfristiger Ebene, die den Rahmen vorgeben. Auf Quartals- oder Jahresebene ist das aber eher weniger geeignet. In diesen kürzeren Zyklen solltet ihr wirklich konkret werden. 

Das Ergebnis: konkrete Ziele auf den Evergreens!

  • Wir haben unsere Conversion Rate von 28 % auf 37 % gesteigert!

  • Der Risiko-Faktor ist für alle kritischen Aspekte kleiner als 10 %!

Zielplanung mit OKRs

Eine typische Methode dazu sind OKRs.

Die Ziele werden in diesem Format für drei bis vier Monate in Form sogenannter Objectives (Ziele) definiert und durch Key Results (Schlüsselergebnisse) messbar gemacht. Objectives stellen dabei einen erreichten (und dadurch motivierenden) Zustand in der Zukunft dar, wobei dazugehörige Ergebnisse, dieses Ziel quantifizieren. Ganz wichtig dabei ist, dass die Key Results noch nicht den Weg beschreiben sondern Ergebnisse darstellen. 

Die beiden oberen Beispiele zu Conversion Rate und Risiko-Faktor stellen dabei Key Results dar zu größeren Objectives.

Die Arbeitsweise mit der OKR-Methode

Regelmäßige Check-Ins - z. B. wöchentlich - stellen sicher, dass du auf Kurs bist und beinhalten auch die Planung und Verteilung von Aufgaben. Am Ende eines Zyklus erfolgt dann immer eine Retrospektive, um zu bewerten, wie die Zielerreichung war, und in die Planung des nächsten Abschnitts zu gehen.

Da sich das gesamte Unternehmen - auch die Teams - in kurzen Zyklen befinden, ist es einfacher auf Veränderungen zu reagieren. 

Die Nutzung von OKRs ist einfach und die Logik ist nicht schwer zu verstehen. In Unternehmen, die OKRs als Zielesystem nutzen, ist der Zeitaufwand für Planung und Ziele nachweislich reduziert. Anstatt zu planen, können so Ziele erreicht werden. 

Bessere Ziele - mehr erreichen!

Mit OKRs oder einer vergleichbaren Logik könnt ihr Evergreen-Ziele vermeiden und gleichzeitig für eine größere Motivation im Team und Unternehmen sorgen. 

Findest du gut? Mehr zu Objectives und Key Results und der Umsetzung im Arbeitsalltag kannst du in unserem E-Paper nachlesen!